Arztpraxis Dipl.-Med. Marion Eggert
Fachärztin für Innere Medizin - Hausärztin - Palliativmedizin - Akupunktur

Konzentration- und Hirnleistungstest

Bei den genannten Tests geht es um die Unterscheidung zwischen einer harmlosen altersbedingten Vergesslichkeit, oder einer beginnenden, oder bereits fortgeschrittenen Demenzerkrankung.

Dazu gibt es mehrere international genutzte Testverfahren, die eine ziemlich sichere Diagnosestellung hinsichtlich einer Demenz ermöglichen.
Hier eine kleine Auswahl an Möglichkeiten, die auch wir in unserer Praxis nutzen, um in Frage kommenden Patienten die Möglichkeit zu geben, ihre Konzentrations- und Hirnleistung testen zu lassen.

Mini-Mental-State-Examination (abgek. MMSE, MMSt, Mini-Mental)
Dies ist das verbreitetste Screening-Verfahren für Gedächtnisstörungen. Der Mini-Mental-Status ist ein Fragebogen, der zur Beurteilung des Vorliegens von demenziellen Erkrankungen eingesetzt wird. Es muss berücksichtigt werden, dass damit keine Diagnosestellung der verschiedenen Demenz-Formen etc. möglich ist. Er behandelt u. a. die Aufgabenfelder Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Erinnerungsfähigkeit und Sprache.

Uhrentest nach Shulman
Hegt man den Verdacht, dass ein betagter Mensch mit äußerst auffälligen Gedächtnisstörungen bereits den Zustand der "Demenz" erreicht hat, kann der schnell und einfach durchzuführende "Uhrentest" nach Shulmann einen weiteren Anhaltspunkt liefern.

Anhand der Abweichungen in der Darstellung von der "Normal-Leistung" (Aufteilung des Zifferblattes, Schriftbild der Zahlen, Fehlen der Zeiger und Ähnliches) lassen sich Rückschlüsse auf das Ausmaß der Hirnfunktionsstörung ziehen. Dabei werden je nach Abweichung 1-6 Punkte vergeben, wobei ein Score
3 als Hinweis auf eine Demenz gilt.

DemtectTest
DemTect (Demenz-Detektion) ist ein einfaches, rasch und objektiv durchzuführendes und auszuwertendes Demenz-Screening-Verfahren, das für den Patienten keine größere Belastung darstellen soll. Es wurde im Jahr 2000 von Pasquale Calabrese (Universitätsklinik Bochum), Josef Kessler und Elke Kalbe (Neuropsychologische Abteilung der Uniklinik Köln) entwickelt.
DemTect wird in Form einer Befragung durchgeführt und die Leistungen des Patienten werden vom Untersucher auf einen Testbogen protokolliert. Er enthält fünf Aufgaben zu den Funktionen…
verbales Gedächtnis, Wortflüssigkeit, intellektuelle Flexibilität und Aufmerksamkeit.
Die Durchführung geht sehr schnell (8–10 Minuten).
Die Rohwerte des Tests werden in Testwerte umcodiert (für unter und über 60-Jährige getrennt) und dann aufsummiert, so dass die endgültig resultierenden Testwerte unabhängig vom Alter vergleichbar sind. Die Skala reicht von 0 bis 18 Punkten: Werte ab 13 Punkten sprechen für eine angemessene kognitive Leistung, zwischen 9 und 12 Punkten ist von einer milden kognitiven Beeinträchtigung und bei Werten unter 8 von einer Demenz auszugehen. Die Testwerte sollen nicht nur unabhängig von der altersgemäßen Abnahme kognitiver Fähigkeiten, sondern auch unabhängig vom Bildungsgrad sein.