Arztpraxis Dipl.-Med. Marion Eggert
Fachärztin für Innere Medizin - Hausärztin - Palliativmedizin - Akupunktur

Lungenfunktionsmessung (Spirometrie)

Die aussagekräftigste Untersuchung zur Messung der Lungenfunktion und zur Beurteilung der Atemwege beim Asthma oder bei chronischer Bronchitis (COPD) ist die Spirometrie. Sie ist das Basisverfahren der Lungenfunktionsdiagnostik und wird bei uns in der Praxis durchgeführt werden. Sie atmen dazu in das Mundstück eines Gerätes, das die Kraft misst, mit der Sie forciert ausatmen. Gleichzeitig wird die Menge der ausgeatmeten Luft bestimmt. Die Resultate werden in Kurven und Zahlen abgebildet. Mit Hilfe der Spirometrie können verschiedene Werte gemessen werden.
Hier zwei einfache Beispiele zur Diagnostik von Lungenerkrankungen...

FEV1-Wert  (Forciertes expiratorisches 1-Sekundenvolumen, auch Atemstoßtest oder Tiffenau-Test genannt

  • Der FEV1-Wert (forciertes expiratorisches Volumen) wird bestimmt, indem Sie aufgefordert werden, schnell und kräftig alle Luft auszuatmen. Menge und Druck dieser "Ausatmung" werden aufgezeichnet. Er bezeichnet die Menge Luft, die in der ersten Sekunde der FEV1-Messung ausgeatmet wird. Dieser Wert ist einer der wichtigsten Parameter bei der      Lungenfunktionsdiagnostik. Wenn Ihre Bronchien durch eine Asthmakrankheit verengt sind, können Sie normalerweise nicht so viel und so schnell ausatmen wie ein Gesunder. In einer beschwerdefreien Zeit kann allerdings auch ein Mensch mit Asthma normale Werte bei der FEV1-Messung erreichen. Der FEV1-Wert ist leicht zu messen und zeigt uns, ob ein Astma bronchiale oder eine COPD vorliegt. Er eignet sich auch gut zur Verlaufskontrolle, da alte und neue Werte miteinander verglichen werden können.

Broncholysetest

  • Die Ergebnisse der Spirometrie werden noch aussagekräftiger, wenn der Patient nach der ersten Messung ein Asthmamedikament erhält, das die Bronchien erweitert. Mit diesem Broncholysetest wird geprüft, ob die Bronchien durch Medikamente erweitert werden können (Messung der so genannten Reversibilität der Atemwegsverengung). Fallen die Ergebnisse der zweiten Messung besser aus als die der ersten (FEV1-Wert verbessert), spricht dies für eine   Bronchialverengung bei der ersten Messung und damit für das Vorliegen eines Asthma bronchiale.

                                    Durchführung der Spirometrie                          Die Atemflusskurve

                                 Darstellung bei Diagnose Asthma bronchiale    Auswertung normale Lungenfunktion